Silvia Füßl

Warum Neujahrsvorsätze fast immer scheitern

– und was wirklich nötig wäre, damit Veränderung hält

Jedes Jahr das gleiche Ritual:
Mehr Sport. Weniger Gewicht. Weniger Stress. Mehr Fokus.

Und jedes Jahr das gleiche Ergebnis:
Nach ein paar Wochen ist alles wieder wie vorher.

Viele Männer ziehen daraus einen fatalen Schluss:
„Mir fehlt Disziplin.“
„Ich bin halt nicht konsequent genug.“

Das ist verständlich – aber falsch.

Das eigentliche Problem ist nicht dein Wille

Neujahrsvorsätze scheitern selten an mangelnder Motivation.
Sie scheitern daran, dass sie am falschen Hebel ansetzen.

Unser Verhalten wird nicht primär vom bewussten Verstand gesteuert,
sondern zu einem sehr großen Teil von unbewussten inneren Programmen.

Vereinfacht gesagt:

ca. 5 % laufen über bewusste Entscheidungen

ca. 95 % über Automatismen, Schutzmechanismen und innere Logik

Neujahrsvorsätze entstehen im Kopf.
Dein Alltag wird aber von etwas anderem gesteuert.

Fassade vs. Fundament – warum Veränderung nicht trägt

Die meisten Vorsätze arbeiten an der Fassade:

neue Routinen – neue Gewohnheiten – neue Ziele – mehr Disziplin

Das ist alles sichtbar, greifbar und kontrollierbar.

Doch darunter liegt das Fundament. Und genau dort entscheidet sich, ob Veränderung hält oder kippt.

Im Fundament sitzen innere Schutzprogramme – in der Psychologie oft als Antreiber bezeichnet.

Sie haben eine zentrale Aufgabe:

Sicherheit herstellen.

Nicht Erfolg.
Nicht Gesundheit.
Nicht Weiterentwicklung.

Sicherheit.

Warum das Unterbewusstsein Veränderung blockiert

Ein Beispiel:

Ein Mann nimmt sich vor, abzunehmen.
Er weiß, was er essen sollte.
Er kennt die Regeln.
Er hat es schon mehrfach versucht.

Und trotzdem greift er abends wieder zum Essen.

Nicht aus Hunger.
Sondern weil Essen Spannung reguliert,
Stress senkt,
kurz Entlastung bringt.

Das innere Schutzprogramm sagt sinngemäß:
„So bleibst du funktionsfähig.“

Das Ziel „abnehmen“ ist für dieses System zweitrangig.
Die Stabilität im Moment ist wichtiger.

Das Gleiche gilt für:

  • Rauchen
  • übermäßige Arbeit
  • Sportvermeidung
  • emotionale Rückzüge

Solange das Fundament unverändert bleibt, arbeitet es gegen jeden Vorsatz.

Nicht aus Bosheit. Sondern aus Schutz.

Der große Irrtum mit den Glaubenssätzen

Viele versuchen an dieser Stelle, ihre Glaubenssätze zu ändern.
„Ich bin diszipliniert.“
„Ich schaffe das.“
„Ich denke jetzt positiv.“

Das Problem:
Glaubenssätze sind oft nicht die Ursache,
sondern das Ergebnis dieser inneren Programme.

Solange das Schutzprogramm aktiv bleibt,
klingen neue Glaubenssätze gut –
werden aber nicht gelebt.

Veränderung scheitert dann nicht,
sie läuft ins Leere.

Was stattdessen nötig wäre

Echte Veränderung beginnt nicht mit mehr Druck.
Sondern mit innerer Erlaubnis.

Das bedeutet:

  • die Schutzfunktion erkennen
  • verstehen, wofür sie da ist
  • sie entschärfen, statt bekämpfen

Erst wenn das innere System Sicherheit auch ohne das alte Verhalten erlebt,
können neue Gewohnheiten stabil werden.

Nicht umgekehrt.

Warum das nichts mit Schwäche zu tun hat

Viele Männer kämpfen innerlich gegen sich selbst. Sie halten sich für inkonsequent, faul oder undiszipliniert.

In Wahrheit haben sie gelernt zu funktionieren. Durchzuhalten. Verantwortung zu tragen.

Diese Stärke hat einen Preis:
Sie macht es schwer, innezuhalten und tiefer hinzuschauen.

Neujahrsvorsätze scheitern nicht, weil Männer zu wenig wollen –
sondern weil sie zu viel tragen, ohne das Fundament mitzunehmen.

Veränderung braucht einen anderen Ansatz

Nicht mehr Ziele.
Nicht mehr Druck.
Nicht mehr Selbstoptimierung.

Sondern:

  • Klarheit
  • Struktur
  • Arbeit am Fundament

Dann wird Veränderung ruhig. Alltagstauglich. Und vor allem: haltbar.

Wenn du merkst, dass du immer wieder an derselben Stelle stehst

und verstehen willst, warum – dann ist genau das der Punkt, an dem man ansetzen kann.

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